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rise:handbuch:2.3_zusammenarbeit_reference

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Zusammenarbeit: Rollen, Kommunikation und Ablage

RISE entwickelt ein gemeinsames System. Gruppen bearbeiten abgegrenzte Aufgaben und stimmen ihre Schnittstellen miteinander ab. Klärt Rollen, Verantwortungsumfang und Werkzeuge bei der Teamformierung und haltet sie auf der Semesterprotokollseite fest. Die einzelnen Arbeitspakete einer Gruppe sind keine automatisch getrennten Teams.

Wer macht was?

  • Teamleitung: Koordiniert das Gesamtprojekt und organisatorische Fragen. Der leitende wissenschaftliche Mitarbeiter ist die erste Ansprechstelle für Prüfungs- und Anrechnungssonderfälle; formelle Entscheidungen treffen die zuständigen Stellen.
  • Gruppenleitung (Leadership): Begleitet die zugeordneten Projektgruppen fachlich und organisatorisch. Übernimmt Leitungs- und Koordinationsaufgaben, gibt Feedback und unterstützt Onboarding, Schnittstellenarbeit und Wissenssicherung. Gruppenleitung und Leadership bezeichnen dieselbe Rolle. Im SCRUM-Team agieren sie als Product Owner.
    • Die Gruppenleitung übernimmt in der Regel zugleich die Product-Owner-Funktion: Sie hält Ziel und fachliche Prioritäten im Blick und stimmt die Aufgabe mit den Beteiligten ab. Product Owner bezeichnet damit eine Funktion, nicht automatisch eine zusätzliche Person oder Leitungsebene. Übernimmt eine andere Person diese Funktion, hält die Gruppe die Zuordnung im Semesterprotokoll fest.
  • Scrum Master: Unterstützt Arbeitsprozess, Termine und das Sichtbarmachen beziehungsweise Bearbeiten organisatorischer Hindernisse. Jede Gruppe klärt, wer diese Funktion übernimmt.
  • Developer*innen: Bearbeiten fachliche und organisatorische Aufgaben. Im Specialist Track vertiefen fortgeschrittene Studierende fachliche Entwicklungsarbeit.

Den regelmäßigen Austausch mit der Gruppenleitung beziehungsweise der benannten betreuenden Person beschreibt Wöchentliche Termine.

Leitungsaufgaben konkret

Bereich Aufgaben Was wird festgehalten?
Teamführung Neue Mitglieder einführen; Ziele, Verantwortlichkeiten und Fristen mit der Gruppe klären; regelmäßige Meetings unterstützen. Vereinbarte Ziele, Zuständigkeiten, Einarbeitung und konkrete Unterstützungsbeiträge.
Problemlösung Hindernisse früh erkennen; Ursachen und Optionen klären; Unterstützung organisieren; nötigenfalls eskalieren. Problembeschreibung, Entscheidung, Maßnahme und nachverfolgtes Ergebnis.
Schnittstellenarbeit Abhängigkeiten, Übergabegegenstände und Prüfkriterien zwischen Gruppen vereinbaren; Änderungen rückmelden. Schnittstellenabsprachen und Entscheidungen in der Fachdokumentation, verlinkt aus dem Semesterprotokoll.
Reflexion und Qualität Feedback auswerten; Reviews und Tests begleiten; Befunde, Korrekturen und verbleibende Grenzen verfolgen. Prüf- und Testnachweise, Rückmeldungen, Korrekturschleifen und eigene Reflexion.
Folgeaufgaben und Übergabe Arbeit mit den betreuten Gruppen koordinieren. Der Ablauf und die Anforderungen stehen in der Abschluss-Checkliste.

Betreute Gruppen und Zuständigkeiten werden zu Semesterbeginn mit der Teamleitung festgelegt. Die endgültige Prüfungsbewertung bleibt bei den Prüfungsverantwortlichen. Fachliche oder sicherheitsbezogene Freigaben dürfen Leadership-Personen nicht allein aus ihrer Rolle ableiten.

Prüfungsleistungen und Bewertung für Leadership sind ausschließlich unter Bewertungsmodalitäten beschrieben.

Gemeinsame Integration und frühe Tests

Integration ist laufende Entwicklungsarbeit. Die beteiligten Gruppen legen Anforderungen, Schnittstellen, Testaufbau und Erfolgskriterien fest, bevor sie Teile zusammenführen. Sie benennen Verantwortliche und dokumentieren verwendete Hardware, Softwarestände, Durchführung, Ergebnisse und offene Fehler. Simulation, Einzelkomponententest und Gesamtsystemtest prüfen unterschiedliche Fragen.

Tests an realer Hardware werden mit Betreuung und den für Sicherheit zuständigen Personen abgestimmt. Eine funktionierende Komponente oder Simulation allein ist kein Nachweis für sicheren Pilot*innenbetrieb. Freigaben und Sicherheitsunterweisung gemäß Material und Sicherheit beachten.

Die Aufgabenstellung und die betreuten Projektseiten legen fest, welche Komponenten und Schnittstellen eine Gruppe bearbeitet. Den gültigen technischen Stand prüft die Gruppe außerdem am verwendeten Repository und an der vorhandenen Hardware.

Kommunikation, Wissens- und Datenmanagement

Ort Inhalt Erster Schritt
ISIS Semesterzeitplan, Kursorganisation, Abgaben, Vorlagen, Videos und Sicherheitsunterweisung. Den aktuellen RISE-Kurs nutzen.
Matrix Laufende Nachrichten in und zwischen Gruppen. Client nach TU-Anleitung einrichten; Team- und Gruppenräume erfragen.
RISE-Nextcloud CAD- und Simulationsdaten, Dokumente, Präsentationen, Medien, Inventar und Übergaben. Konto, Rechte und richtigen Gruppenordner prüfen.
DokuWiki Handbuch, Semesterprotokolle aller Projektgruppen und Fachseiten außerhalb der Software- und Elektronikdokumentation. Konventionen und Semesterprotokollvorlage lesen.
git-Dokumentation (git-Wiki) Fachliche Dokumentation der Software und der elektrischen/elektronischen Systeme; im aktuellen Aufgabenzuschnitt E1/E2. Die lesbare Dokumentation sichten und den Bearbeitungszugang zum Dokumentationsrepository prüfen.
Nextcloud Deck oder vereinbarte Issues Aufgaben, Prioritäten, Zuständigkeiten und Bearbeitungsstand. Ein gemeinsames Aufgabenwerkzeug pro Arbeitskontext vereinbaren.
GitHub und vorhandene GitLab-Bestände Code, Konfiguration und Versionsverlauf. Das für die Aufgabe verwendete Repository mit der Betreuung festlegen.

Jede Projektgruppe führt ihr Semesterprotokoll im DokuWiki, auch im Bereich Software und Elektronik. Es verlinkt die zugehörige Fachdokumentation und die verwendeten Dateien und Versionen. Die Zuordnung der Fachinhalte richtet sich nach dem Thema; die Teamnummer allein bestimmt keinen zusätzlichen Dokumentationsort.

Pflegt einen Fachinhalt an einem maßgeblichen Ort. Verlinkt ihn aus dem Semesterprotokoll und von betroffenen Schnittstellen; schreibt dieselbe Fachdokumentation nicht zusätzlich im anderen System ab. Dauerhaft wichtige Chatentscheidungen werden in der passenden Fachseite festgehalten und im Semesterprotokoll verlinkt. Große Dateien und Code bleiben am jeweiligen Ablageort.

Der laufende Backlog bleibt im Aufgabenwerkzeug. Dokumentation erklärt Ausgangslage, Entscheidungen und Ergebnisse; sie führt keine zweite laufende Aufgabenliste.

Fachbereiche, Werkzeuge und Außenkommunikation

RISE umfasst die Fachbereiche Human Machine Interaction, Mechanical Design, Electrical Engineering, Control Engineering, Biomechanics und Operations. Zu Operations gehören unter anderem Event Management, Finance, PR und Sponsoring. Fachbereiche beschreiben Kompetenzen und Arbeitsfelder, keine festen Teams. Welche Gruppen im Semester gebildet werden und wer welche Aufgabe übernimmt, wird bei der Themenvergabe geklärt und auf den jeweiligen Projekt- und Semesterprotokollseiten festgehalten.

Je nach Aufgabe kommen Siemens NX oder Onshape, KiCad, MATLAB, AnyBody, ROS 2, Gazebo, RViz, Isaac Sim/Isaac Lab oder Blender zum Einsatz. Nicht jede Gruppe benötigt jedes Werkzeug. Installation, Version und Zugang werden mit der fachlichen Betreuung geklärt.

Außenkommunikation, Recruiting, Sponsoring und Veröffentlichungen werden mit Teamleitung und dem zuständigen Operations-Bereich abgestimmt.


RISE-Scrum | Handbuch

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